Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)personen → Leo Weisgerber

Wer ist wer in der reformdiskussion? Namen, zitate, anmerkungen.


Weisgerber, Leo

Weisgerber, Johann Leo

titel

prof. dr.

forschungs­schwerpunkt

inhaltbezogene grammatik (sprachinhaltsforschung)


biografie

geb. 25. 2. 1899, Metz

gest. 8. 8. 1985, Bonn

1926 bis 1927 dozent für deutschunterricht und volkskunde: pädagogische akademie, Bonn

1927 professor für vergleichende sprachwissenschaft und sanskrit: universität Rostock

mitbegründer: Institut für deutsche Sprache

1950 gründer: zeitschrift Wirkendes Wort


verweis

de.wikipedia.org/wiki/Leo_Weisgerber


zitate

Theodor Ickler, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. 11. 2000

Zwar konnte der „Ahnenerbe“-Keltologe Leo Weisgerber seine durch Geringschätzung der Schrift geprägte „arteigene Sprachlehre“ von den „volkhaften Kräften der Muttersprache“ in der jungen Bundesrepublik mit etwas geänderter Terminologie ungestört und mit noch viel größerem Einfluß auf die Deutschdidaktik weiterverfolgen, aber für die Begründung der Reform spielte sie keine Rolle mehr. Zum Vorkämpfer der heutigen Reform wurde Weisgerber auf andere Weise.

Zur «Geringschätzung der Schrift» vgl. Elisabeth Leiss, Die regulierte §chrift.


Rolf Landolt, 2011-7-24