Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

nachgeführt 2017-11-10 , 2016-9-15

Aus presse und internet

30. 6. 2013

: Ein Zwischenruf zur … Schlechtschreibung. Barbara John über Gefahren für das Lesen und die schriftliche Kommunikation. Der Tagesspiegel (), , s. 6, Meinung
Gibt es in Deutschland eine Rechtschreibkrise, hervorgerufen von Lehrern und Kultusministerien gleichermaßen? Nach der Lektüre der kürzlich erschienenen Titel­geschichte „Die neue Schlecht­schreibung“ im Spiegel drängt sich diese Vermutung zwingend auf. […] Doch die in Studien neuerdings gemessene stark gewachsene Fehler­quote bei Schülern aller Sozial­schichten […] hat noch viele andere Ursachen: die mehrfach reformierte Rechtschreib­reform zwischen 1996 und 2006 mit dem Verlust der ein­heitlichen Schreibpraxis.

29. 6. 2013

: Reclam folgt Schweizer Rechtschreibempfehlungen. , , Vermischtes
Im Unterschied zu den Empfehlungen der Arbeits­gemeinschaft der deutsch­sprachigen Nachrichten­agenturen, die sich stets auf der Grundlage des 2006 heraus­gegebenen amtlichen Regel­werks zur deutschen Recht­schreibung bewegen […], empfiehlt die SOK in vielen Fällen klassische Schreib­weisen auch dort, wo diese von der Rechtschreib­reform explizit abgeschafft wurden. […] Man kann es nicht anders sagen: Oftmals wirken die Empfehlungen der SOK, als hätten sich eingeschworene Rechtschreib­reform­gegner zusammen­gesetzt und gemeinsam überlegt, was an den Neuerungen gerade noch so zu ertragen ist und was gar nicht geht. Die Frage muss erlaubt sein, ob es nicht einfacher gewesen wäre, gleich ohne Wenn und Aber eine Rückkehr zur alten Recht­schreibung zu propagieren – zumal die augen­fälligsten Änderungen der Reform im Bereich der ss/ß-Schreibung für die Schweiz ohnehin keine Rolle spielen.

So wie es wirkt, ist es auch.

25. 6. 2013

: SMS richtig schreiben. , , Magazin
Es gibt schweizerdeutsche Wörterbücher, jedoch keine Orthografie­standards. Und darin liegt irgendwie auch der Reiz des Schweizer­deutschen. Ich darf mich genau so ausdrücken, wie ich will_ und muss mich nicht an Regeln halten.

20. 6. 2013

: Der Teufel steckt im Detail. , , Meinung
Ähnlich der Rechtschreib­reform könnte nun auch die nationale Abitur-Angleichung zu einer Mammutaufgabe mit sehr ungewissem Ausgang werden.

Ähnlich wie so vieles oder eigentlich fast alles …

11. 6. 2013

: Die Sprache ist in Frankreich eine heilige Kuh. Rote Köpfe wegen Englisch an französischen Universitäten. Neue Zürcher Zeitung, , 234. jg., nr. 132, s. 20, Panorama
Die Sprache ist in Frankreich eine heilige Kuh: Jede Reform, die sie von nah oder fern berührt, ruft Scharen von Kritikern auf den Plan. Das war 1542 so, als der Autor des ersten auf Französisch verfassten Buches über die französische Sprache eine Rechtschreib­reform vorschlug.
Denkergenie Walter Jens: Demenztod mit 90. Hamburger Morgenpost, , s. 39, Kultur
Jens demonstrierte gegen die Nachrüstung in der Bundesrepublik ebenso wie gegen den Irak-Krieg und meldete sich auch zur Rechtschreib­reform und zur deutschen Einheit zu Wort.

10. 6. 2013

: Walter Jens ist tot. , , Kultur
Er demonstrierte gegen die Nachrüstung in der Bundesrepublik ebenso wie gegen den Irak-Krieg und meldete sich auch zur Rechtschreib­reform und zur deutschen Einheit zu Wort.
Philologe Walter Jens gestorben. ARD Text, der Teletext im Ersten (), , Tafel 402, Nachrichten, Kultur
Er demonstrierte gegen die Nach­rüstung ebenso wie gegen den Irak-Krieg und meldete sich zur Rechtschreib­reform und zur Wiedervereinigung zu Wort.
: Das Hendl verliert gegen das deutsche Huhn. Salzburger Nachrichten, , 69. jg., nr. 132, s. 7, Kultur
Deutschländisches Deutsch in Kinderbüchern, Übersetzungen oder TV-Serien dominiert den Alltag. Sind österreichische Sprach­feinheiten also dem Untergang geweiht? Germanist Rudolf Muhr kennt Gegen­maßnahmen […]. Im Zuge der Rechtschreib­reform gab es die Initiative für „Österreichisch als eigene Sprache“. Inwieweit ist das Öster­reichische denn eine eigene Sprache? Muhr: Das Öster­reichische Deutsch ist keine eigene Sprache, solange wir in Österreich die bisherige gemeinsame deutsche Schrift­sprache verwenden.

8. 6. 2013

: Joachim Schulz-Hardt 80. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 130, s. 5, Politik
22 lange Jahre (von 1976 bis 1998) ist Joachim Schulz-Hardt Generalsekretär der Kultusminister­konferenz gewesen. Er hatte dafür zu sorgen, dass der Wagen rollt […]. Ob der Wagen immer der richtigen Spur folgte, geriet manchmal, wie bei der Rechtschreib­reform, zur Neben­sache; Hauptsache, er rollte!

7. 6. 2013

: Rechtschreibung ist oft unverständlich. Salzburger Nachrichten, , s. 24, Leserforum
Wenn die „Süddeutsche Zeitung“ den Deppenapostroph auch so benannt hat, spricht das nicht unbedingt für sie. Genauso wenig wie es für die letzte Rechtschreib­reform spricht, den Deppen­apostroph unangetastet zu lassen.
: „Frauen sind keine Sonderfälle.“ Die Uni Leipzig führt das generische Femininum ein; der Linguist Horst Simon erklärt, warum das gut ist. Der Tagesspiegel (), , s. 24, Wissen & Forschen
Viele Leute bringt das Thema aber auf die Palme. [Horst Simon:] Das war ja auch bei der Rechtschreib­reform so. Gerade Leute, die schon länger aus der Schule raus sind, mögen es nicht, wenn gut gelerntes Wissen entwertet wird und einem so Möglichkeiten genommen werden, sich von schlechter Gebildeten abzuheben.

6. 6. 2013

: Interview zu bedrohten Sprachen: „Viele Junge verlassen die Insel.“ , , Wissen
Die Berliner Linguistin Kilu von Prince erforscht bedrohte Sprachen im Südpazifik. […] In welchem Zustand haben Sie „Ihre“ Sprachen, Daakaka und Dalkalaen, vorgefunden, als Sie zum ersten Mal auf die Vanuatu-Insel Ambrym kamen? [Von Prince:] Die Sprachen waren praktisch gar nicht aufgezeichnet. […] Die Leute waren sehr interessiert an dem Projekt. […] Auch bei der Ent­wicklung der Ortho­grafie waren sie beteiligt. Weil einige Englisch und andere Französisch sprechen, haben wir uns auf lateinische Buch­staben geeinigt. Es gab lange Diskus­sionen um einzelne Schreibweisen und Laute und um Lehn­wörter aus anderen Sprachen, die sie nicht für „gute Sprache“ halten. Die haben wir herausgelassen.

5. 6. 2013

: Ein Kinderheld, der im Knast saß. Jan P. Schniebels Comics vom „Rotfuchs“ prägten eine ganze Generation. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 127, s. 28, Feuilleton
Doch von 1996 an musste Schniebel, der bis heute keinen Computer besitzt, seine Arbeits­weise verändern. Hatte er bis dahin alle Folgen schwarz-weiß gezeichnet und die Farben in einer Art Siebdruck ergänzt, wurden die Folgen nun in der Druckerei eingefärbt […]. Ganz andere Veränderungen forderte die Rechtschreib­reform. Waren die Rotfuchs-Taschen­bücher ursprünglich eine beliebte Schullektüre, fiel nun ein Großteil der ursprünglichen Titel aus.

4. 6. 2013

Währ Fählar macht ißt dohf! Der Historiker Kirill Levinson über die Entstehung der Kategorien "richtig" und "falsch" in der deutschen Schriftsprache. (Deutschlandradio), , Wissen, Hörsaal
Seinen Vortrag über den Ursprung der deutschen Rechtschreibung hielt Kirill Levinson am 9. Januar 2012 im Einstein Forum [http://www.einsteinforum.de/] Potsdam. Er trägt den Titel: "Die soziale Konstruktion des Rechtschreib­fehlers. Wie fehler­haftes Schreiben zum Kriterium für Bildung und Intelligenz wurde".

1. 6. 2013

: Endet das Stängel-Gräuel? , , Schule
Gibt es bald eine neue Rechtschreib­reform? Wenn man dem Reformer Hans Zehetmair, dem Vorsitzenden des Rechtschreib­rats, Glauben schenkt, ist dies tatsächlich in Arbeit. Viel hören wir ja nicht von diesem Rat, der offenbar am liebsten im stillen Kämmerlein die Reform verwaltet. Doch hat sich vor kurzem der 77jährige Zehetmair in einem Gespräch mit dem Donaukurier zu Wort gemeldet.

6. 2013

: Sprognævnets førstestemme er død. Mindeord for Arne Hamburger. Nyt fra Sprognævnet (), , nr. 2, s. 11 bis 13
I løbet af de 29 år han var ansat, besvarede Arne Hamburger omkring halvdelen af de spørgsmål som blev stillet til Sprognævnets spørgetelefon. Han var simpelt hen Sprognævnets førstestemme, Mr. Sprognævn. […] Om sig selv sagde han at han var halvt dansker, halvt svejtser (denne stavemåde er nu udgået, men blev foretrukket af Arne Hamburger) og 100 % københavner.

26. 5. 2013

: Schreibfähigkeit: Wenn Freiheit überfordert. , , Schule
In einer für Deutschland einzigartigen Längsschnittstudie über 40 Jahre hat der Siegener Germanistik­professor Wolfgang Steinig mit seinem Team untersucht, wie sich die Schreib­fähigkeiten von Viert­klässlern verändert haben. Neben der Orthografie haben die Sprach­wissenschaftler auch Text­gestaltung, Grammatik und Wort­schatz unter die Lupe genommen. […] Das Bild, das die Studie zeigt, ist gemischt – aber in einem haben die Wehklager recht: Die Fähigkeit der Schüler, Texte orthografisch korrekt und grammatikalisch normgerecht zu schreiben, hat im Durchschnitt stark abgenommen. […] Vor allem mit der Kenn­zeichnung von langen und kurzen Vokalen und mit den Regeln für die Groß- und Klein- sowie die Getrennt- und Zusammen­schreibung haben viele Kinder heute mehr Probleme als früher. Dass die Orthografie­reform sich hier negativ bemerkbar macht, schließt Wolfgang Steinig aus – dafür seien die Veränderungen, die die Reform mit sich gebracht habe, zu geringfügig.

19. 5. 2013

: Does Spelling Matter? The Review, South China Morning Post, Hong Kong (scmp.com), , s. 15, Book Reviews, Linguistics
Oxford professor Simon Horobin argues against spelling reform on the grounds that the complex and inconsistent detail of English spelling is “testimony to the richness of our linguistic heritage and a connection with our literary past”.

17. 5. 2013

: "Die Rechtschreib­reform ist kein Ruhmesblatt." , , Panorama
Der CSU-Politiker Hans Zehetmair gehörte von 1986 bis 2003 als Minister dem Regierungskabinett in Bayern an. Über viele Jahre hinweg verantwortete er das Schulwesen in Bayern. Nach dem Ende seiner aktiven politischen Laufbahn übernahm der heute 77 Jahre alte Erdinger den Vorsitz im Rat für deutsche Recht­schreibung, den die Kultusministerkonferenz nach den Turbulenzen um die Rechtschreib­reform 2004 gegründet hatte. […] Zehetmair: Im Rück­blick muss man sagen, dass die Rechtschreib­reform kein Ruhmes­blatt war und ist, weder für die Politik noch für die Wissenschaft. Der Fehler der Politik war, dass wir uns mit dieser Reform nicht befasst haben. […] Ich habe das Thema genauso wenig geliebt wie die anderen 16 Kultusminister der Bundesrepublik Deutschland. Deshalb haben wir die Wissenschaftler einfach machen lassen. […] Nehmen wir das Komma. In der ersten Fassung der Reform waren die Satz­zeichen völlig ausgemerzt. Die schwierigste Aufgabe für mich war, im Rat einen Stimmungs­umschwung herbeizuführen.

14. 5. 2013

: Keiner blickt mehr durch. Coopzeitung, , nr. 20, s. 7, Meinungen, leserbriefe
Leider hat die neue deutsche Rechtschreibung auch noch viel zum Chaos beigetragen: Seit diese gilt, darf man ja eh alles, weil ja eh keiner mehr durchblickt.

6. 5. 2013

: Nützlich sein statt wichtig tun. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung steckt in einem selbstverordneten Transformationsprozess. Neue Zürcher Zeitung, , 234. jg., nr. 103, s. 37, Feuilleton
Ende Oktober letzten Jahres wandte sich die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung mit einer «Denkschrift» an die «obersten Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland». […] Im langen Streit um die Rechtschreib­reform habe die Akademie für einen fachlich fundierten Kompromiss gesorgt und so einen «Kulturbruch» heilen können, heisst es da. […] Anhänger der alten Orthographie, die dem von der Akademie mit­gestalteten Rechtschreibe­kompromiss nicht grün waren, erneuerten ihre Aversion gegen die Darm­städter Institution […]. Mit Müh und Not positionierte man sich damals im Rechtschreibestreit; wenig fehlte, und die Akademie hätte diese Debatte verschlafen. […] Ortho­graphische Streit- und Rätsel­fragen beantwortet die linguistische Fraktion der Akademie gern mit historischer Relativierung - da tun sich dann meist mehrere Möglichkeiten einer korrekten Schreibung auf, und der nach strikten Direktiven verlangende Bürger bleibt frustriert zurück. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern.
: Zum Hinschied von Jürg Amann. (Schweizer Orthographische Konferenz), , Aktuell
Dem Autor […] war es vor einigen Jahren beschieden, auch dank seiner bevorzugten Stellung im Alphabet, als erster eine Erklärung der Schweizer Schrift­steller gegen die Entstellung ihrer Texte bei Neu­auflagen gemäss der ungeliebten Orthographie­reform zu unterzeichnen.

3. 5. 2013

: The cultural wealth of English spelling. The Guardian Weekly, , s. 35, Books
Horobin, an Oxford professor whose previous work has mainly been about Chaucer, […] does argue against spelling reform, on the grounds that the complex and inconsistent detail of English spelling is “testimony to the richness of our linguistic heritage and a connection with our literary past”.

28. 4. 2013

: Was eine Berufsschullehrerin von der Volksschule erwartet. Zeit-Fragen (zeit-fragen.ch), , nr. 16, s. 6
Im Fach Deutsch ist das Niveau bedenklich gesunken. […] Die überflüssigen und verwirrenden Rechtschreib­reformen, die laut Experten­aussagen vor allem dem Duden-Verlag zugute gekommen sind, der eine erkleckliche Anzahl von Neu­auflagen in grosser Auflage verkaufen konnte, haben die Recht­schreibung nicht erleichtert. Zeitgleich mit der über­flüssigen Debatte über relativ unwesentliche Details sind die Grundsätze einer soliden Recht­schreibung in der Primar­stufe unter­gegangen. Den Primar­lehrern wird in der Ausbildung vermittelt, das Korrigieren von Fehlern schwäche das Kind und seine Freude am Schreiben. Die Folge ist, dass die Fehler automatisiert werden und der Jugendliche mit dem zutreffenden Gefühl die Volksschule verlässt, dass er sehr schlecht in der Rechtschreibung ist.

24. 4. 2013

neu : Anglizismen-Wahn. Kronen-Zeitung, , Das freie Wort
Durch viele völlig unnötige Rechtschreib­reformen ist schon viel zerstört worden, weit ge­fährlicher aber ist der immer mehr um sich greifende Angli­zismen-Wahn.

21. 4. 2013

Mama, das hast du schon 5mal erzählt. Übers Älterwerden der Eltern. , , Nachrichten
Dass das Wort Eltern von älter und somit von alt kommt - und nach der Rechtschreib­reform Eltern daher ja eigentlich mit ä geschrieben werden müsste... - also, dass Eltern was mit alt und älter zu tun haben, das verdrängen wir gern!
Understanding the Maltese language. The Sunday Times (Malta), , s. 41, Culture and Entertainment, Books
Anew book about the Maltese language, Maltese Through English, seeks to delve more deeply into our native language. […] It also includes 28 conversations in contemporary Maltese, with situations ranging from paying at the counter, ordering at the cafeteria and asking for directions, to discussing the village festa and going to the beach. These texts are especially ideal as a showcase for the new spelling reform which has been in force since 2008, which is completely integrated in the book.
The Maltese language as never seen before. The Malta Independent on Sunday, , s. 26, Books
The book is intended to take the learner/student on a journey from raw beginner to fluent speaker in the case of foreigners and to provide all that’s necessary for any native speaker to take his/her spelling seriously. In the author’s own opinion “[…] the Maltese misspell their own language across the board ... whether they are students, adults, the common man in the street, lawyers, or journalists ... there is absolutely no one to look up to when writing in Maltese but a few proof-readers and a handful of Maltese teachers ... misspelt words are printed on billboards, large adverts on TV, the odd parochial magazine, the daily newspaper as well as your Maltese book at times! […]”.

19. 4. 2013

: Nonplusultra des Orthografietohuwabohus. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 91, s. 49, Rhein-Main-Zeitung
Gott sei Dank lernt aber auch das wichtigste Regelwerk der deutschen Sprache dazu, und so könnte die nächste Rechtschreib­reform diese Rede­wendung als zusammengezogenes Adverb "gottseidank" aufnehmen. Bisher ist nur die getrennte Schreibweise zulässig.

18. 4. 2013

: Das böse Ende des „Grimm“. Die Welt (welt.de), , s. 26, Feuilleton
Ein Skandal in Berlin: Das Wörterbuch der Brüder Grimm wird hastig abgewickelt, und sein digitaler Nachfolger ist unzulänglich.

17. 4. 2013

: Hessische Orthographie-Meister gesucht. Heute treten Schüler, Eltern, Lehrer und Prominente zum Finale des Diktatwettbewerbs „Frankfurt schreibt” an. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 89, s. 39, Rhein-Main-Zeitung
Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) geht es wie wohl vielen anderen, deren Schulzeit schon ein paar Jahre länger zurückliegt: Rechtschreib­reform, Überar­beitungen und Sonder­regelungen haben es innerhalb weniger Jahre geschafft, auch diejenigen zu verwirren, die berufs­bedingt viel schreiben.

9. 4. 2013

: Grimm-Pioniere. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 82, s. 38, Rhein-Main-Zeitung
[…] der Band "Die Brüder Grimm - Pioniere deutscher Sprachkultur im 21. Jahrhundert", den Eva Kühne-Hörmann (CDU), Hessens Ministerin für Wissenschaft und Kunst, gestern in Wies­baden vorstellte. Das von der Landes­regierung geförderte Buch […] widmet sich […] Themen wie "Facebook mit Feder und Tinte - Soziale Netzwerke von Kunst und Wissenschaft" oder dem brüderlichen Jahrhundert­projekt des "Deutschen Wörterbuchs" vor dem Hintergrund von Fragen der Rechtschreib­reform.

28. 3. 2013

: Rechtschreibung bei Schülern. "Ich fant den Film gemein." Spiegel Online (), , SchulSPIEGEL
Früher war alles besser - auch die Rechtschreibung? Um das herauszufinden, verglich der Germanistik-Professor Wolfgang Steinig Schulaufsätze aus drei Jahr­zehnten. Das Ergebnis: Ja, die Kinder machen mehr Fehler. Sie schreiben aber auch viel kreativer.

22. 3. 2013

: Vatikan vereinheitlicht deutsche Schreibung. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 69, s. 8, Politik
Der Pontifikatswechsel hat im Vatikan auch eine orthographische Neuerung gebracht. Seit dem 14. März verwendet das vatikanische Staats­sekretariat in offiziellen deutsch­sprachigen Texten des Papstes die neue Recht­schreibung.

21. 3. 2013

: «Schweizerdeutsch ist stärker als WhatsApp und Co.» Zürcher Unterländer, , s. 3, Region
«Die junge Generation ist vom Sprachverfall bedroht. Die deutsche Sprache wird nicht mehr gepflegt und verkommt in den neuen Kommunikations­wegen», warnte kürzlich der Vor­sitzende des deutschen Rechtschreibrats, Hans Zehetmeier. Jetzt könnte man annehmen, auch das Unterland steuere wie der Nachbar Deutschland dem totalen Sprach­verfall entgegen. Doch die Jungen winken sofort ab und erklären einem, dass sie ja sowieso aus­schliesslich in Mundart kommunizieren und die deutsche Sprache dadurch gar nicht betroffen sei. […] Vera Steiner, 20, Detailhandels­angestellte aus Hüntwangen: […] wir sind doch in der Schweiz, und deshalb schreibe ich in Mundart. Das geht schneller, weil ich dabei nicht auf die Recht­schreibung achten muss. Mundart ändert sich nie, während die deutsche Rechtschreibung ständig wechselt. Nur die ganz Jungen, die gerade aus der Schule kommen, beherrschen sie. Wer weiss denn schon, ob man Phantasie mit F oder Ph schreibt. Für alles kann man die SMS-Sprache auch nicht verantwortlich machen.

Die rechtschreibreform aber auch nicht!

20. 3. 2013

: Amalia's Tochter mag schöne Auto's. Was sich wandelt, verfällt nicht so leicht: Linguisten prüfen und bewerten in Mannheim die verbreitete Sorge um das Deutsche. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 67, s. N3, Natur und Wissenschaft
Damaris Nübling (Mainz) widmete sich dem von landläufiger Sprachkritik vollmundig "Deppen-Apostroph" genannten Genitivzeichen. [apostrof …] Wolfgang Steinig (Siegen) präsentierte eine Studie über die Sprachkompetenzen von Viertklässlern. Über einen Zeitraum von vierzig Jahren haben sich deren orthographische Leistungen deutlich verschlechtert. Doch diesen Mangel kompensiere ein größerer Wortschatz der Schüler, der bislang allerdings nur für die Zeit bis 2002 belegt werden konnte. Schüler aus der oberen Mittelschicht haben sich durchschnittlich eher verbessert, für die darunter gilt dies nicht, was Steinig beunruhigt und Bildungspolitiker alarmieren könnte.

16. 3. 2013

Zeitraffer 147 [kreuzworträtsel]. «Wofür sollte der Hammel vorn möglichst hübsch sein?» Neue Zürcher Zeitung, , 234. jg., nr. 63, s. 72, Spiele
22 waagrecht: Hatte den entsprechenden Fisch ja nie in seinem See, nach der Rechtschreib­reform aber erst recht nicht mehr, auf alle Zeiten.

Lösung: Thun.

15. 3. 2013

Mindeord Arne Hamburger. , , Nyt, Nyheder
Arne Hamburger var en engageret tilhænger af retskrivnings­reformen fra 1948, der afskaffede de store begyndelses­bogstaver i navneordene og de stumme d’er i datids­formerne ”kunde, skulde, vilde”, og som indførte bolle-å’et i dansk retskrivning. Han ville gerne have afskaffet flere stumme bogstaver, og han mente at indførelsen af dobbelt-a i ”Aarhus” ikke bare var noget pjat, men et decideret tilbage­skridt, i strid med den sunde fornuft som var hans vigtigste redskab i sproglige spørgsmål.

12. 3. 2013

: «Innenleben» und Rechtschreibung. Zur Jahresversammlung des Rottenbundes. Walliser Bote, , s. 8, Kultur
Der ausserordentlich gut dokumentierte Vortrag Stefan Stirnemanns zeigte auf, dass die Lage besorgnis­erregend ist und nicht so bleiben kann. Ob es gelingen wird, bei Presse und Literatur und in der Schule Ordnung und Sprach­richtigkeit wieder­herzustellen, wird sich zeigen. Zu wünschen wäre es!

6. 3. 2013

: Kerngesund!? Ein Lagebericht zum Zustand der deutschen Sprache kommt zu positiven Schlüssen – operiert aber vielleicht mit einem zu engen Fokus. Neue Zürcher Zeitung, , 234. jg., nr. 54, s. 53, Feuilleton
Sprachvereine befürchten ihre Degeneration, Firmen bemängeln das Ausdrucks­vermögen der Schul­abgänger, Ratgeber für «gutes Deutsch» finden beständig Absatz und behaupten implizit, ohne ihre Hilfe werde schlecht gesprochen. Der unseligen Rechtschreib­reform wirft man vor, Konfusion statt Sicherheit im Gebrauch der Regeln geschaffen zu haben. […] So zahlreich die Klagen sind, so sehr mangelt es an fundierten Diagnosen. Dieser Auffassung jedenfalls ist die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, die im Verbund mit der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften einen «Bericht zur Lage der deutschen Sprache» vorgelegt hat.

5. 3. 2013

: Meines Vaters Haus. Lagebericht zur deutschen Sprache. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 54, s. 29, Feuilleton
Der Literalitätsgrad der Bevölkerung sei keineswegs gesunken […], sagte der Berliner Linguist Peter Eisenberg, einer der Autoren der Studie. Die deutsche Sprache habe allerdings nach der Debatte um die missglückte Rechtschreib­reform ein Imageproblem, weil jedermann ungestraft "jeden Unsinn über den Verfalls­zustand des Deutschen in die Welt setzen" könne.

4. 3. 2013

: Deutsch lebt. Der Tagesspiegel (), , s. 22, Wissen & Forschen
Der „Bericht zur Lage der deutschen Sprache“ wider­legt Skeptiker, die den Verfall fürchten. Die Sprache ist vielfältiger als je zuvor. […] Seit der Rechtschreib­reform in den 1990er Jahren ist das Interesse an Sprach­regeln gestiegen.

3. 3. 2013

: Früher war alles besser … (Frankfurter Neue Presse), , leserkommentar
Aber nicht die rechtschreibung, wie wir seit Kosogs berühmtem diktat von 1912 wissen […].

1. 3. 2013

: Die Orthografie am Schlafittchen gepackt. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 51, s. 53, Rhein-Main-Zeitung, Frankfurt
Mit neun Fehlern ging der Gesamtsieg wie im vergangenen Jahr auch diesmal an eine Vertreterin der Eltern: Antje Freyberg trat für die Europäische Schule Frankfurt an und wird beim großen Hessen-Finale am 17. April als Favoritin ins Rennen gehen. Mit zehn Fehlern holte Anneke Thaler von der Max-Beckmann-Schule den Sieg in der Lehrer-Kategorie. Bei den Schülern errang Tilman Jacob von der Muster­schule mit 19 Fehlern den Sieg für die Gastgeber des Stadt-Finales. Bei einem Durch­schnitt von 33,23 Fehlern kann er sich nun zu Recht als Rechtschreib-Koryphäe bezeichnen.
: Lachhaft. (Frankfurter Allgemeine Zeitung), , Leserkommentar zu: Die Orthografie am Schlafittchen gepackt (61 wörter)
[…] ich käme da locker mit Null Fehlern durch […]. Nach alter Recht­schreibung, versteht sich ;) […] die alte Recht­schreibung war durchaus erlernbar […].
: Rechtschreibreform. (Frankfurter Allgemeine Zeitung), , Leserkommentar zu: Die Orthografie am Schlafittchen gepackt (89 wörter)
Eine "einfache" oder gar "logische" Rechtschreibung gibt es nicht; jede Sprache lebt von ihren Illogismen und Ausnahmen.

Die rechtschreibung muss möglichst einfach und logisch sein; die sprache dagegen ist, wie sie ist.

28. 2. 2013

Das Diktat: Die Kunst der Rechtschreibung. (Frankfurter Allgemeine Zeitung), , Rhein-Main
Schüler, Eltern und Lehrer traten am Mittwochabend in der Frankfurter Muster­schule beim Wettbewerb „Frankfurt schreibt“ zum Diktat an. Neun Fehler reichten zum Gesamtsieg.

27. 2. 2013

: Eine Kämpferin für die Rechtschreibung. Leiterin der Schillerschule kritisiert die 70er-Jahre-Pädagogik und fordert für die Schüler mehr Zeit zum Üben. (Frankfurter Neue Presse), , Lokales Frankfurt
Gemessen an den 60er Jahren ist es deutlich schlechter geworden. […] Es gibt keinen fehlerfreien Aufsatz mehr, auch nicht bei den besten Schülern. Das war früher anders. […] Der Bruch kam in den 70er Jahren. Damals hieß es, Inhalte seien wichtiger als die Form. Die Recht­schreibung wurde als formale Keule angesehen. Dann kam die Ver­unsicherung durch die Rechtschreib­reform und deren erneute Korrektur. Zuletzt senkt der informelle schriftliche Austausch via Twitter die Hemmschwelle. Man hat keine Angst mehr vor Fehlern.

Früher war alles besser … Aber nicht die rechtschreibung, wie wir seit Kosogs berühmtem diktat von 1912 wissen. «Der subjektiv ‹gefühlte› Verfall der Rechtschreibkenntnisse bestätigt sich bei der Ermittlung der tatsächlichen Rechtschreibfähigkeiten bei den Wörtern ‹Lebensstandard› und ‹Rhythmus› nicht.» (Institut für demoskopie Allensbach, zeitraum 1957 bis 2008.) Übrigens ist inhalt wirklich wichtiger als die form, und dass man keine angst mehr vor fehlern hat, ist ein grosser fortschritt.

: Ein lösbares Problem, das aber keiner mehr anpackt. (Frankfurter Neue Presse), , leserkommentar
Die Reform findet nur noch Kritiker. Niemand, der Ahnung hat, setzt sich noch dafür ein. […] Eine Kulturleistung ist dauerhaft beschädigt.

26. 2. 2013

: Die Oberkorrektoren. In der Jury des Wettbewerbs sitzen Rechtschreib-Profis. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 48, s. 35, Rhein-Main-Zeitung, Frankfurt
Evelyn Knörr beschäftigt sich täglich mit kniffliger Grammatik. Als Leiterin der Duden-Sprachberatung beantwortet sie am Telefon alle möglichen Fragen zur deutschen Sprache. […] So musste auch sie sich für ihre Position in der Jury von "Frankfurt schreibt" vorbereiten, indem sie die verzwicktesten Passagen des Diktats vorher genau durchging. "Ich hätte den Text wohl nicht auf Anhieb fehlerfrei schreiben können", gibt sie zu.

25. 2. 2013

: Diktatwettbewerb: Vorbereitung ist der halbe Sieg. (Frankfurter Allgemeine Zeitung), , Rhein-Main
Was für viele eine Last sei, könne in Klausuren den entscheidenden Unterschied machen, sagt Inge Pauls, die als Fachbereichsleiterin für die Förderkurse zuständig ist. „Frankfurt schreibt“ sei der perfekte Anlass, die Motivation der Schüler weiter voranzutreiben: Die „Cracks“ der elften Klasse werden nun am Wett­bewerb teilnehmen. Aber auch sie hätten in der Vorbereitung auf das anspruchs­volle Diktat feststellen müssen, dass sie doch nicht so genau Bescheid wüssten, wie sie immer dachten. […] Zusammen mit einer Kollegin wird sie außerdem die Lehrerschaft der Schule vertreten. Und sie gibt zu, dass die zahlreichen Reformen auch bei den Profis häufig für Verwirrung sorgen.

19. 2. 2013

Zur Person: Josef Kraus. Die Welt (welt.de), , Politik (39 wörter)
Er kritisierte die Rechtschreib­reform, warnte vor einer "Spaßpädagogik".

14. 2. 2013

: Die Verschriftlichung der Mundart (I). Neue Zürcher Zeitung, , 234. jg., nr. 37, s. 20, Meinung & Debatte, leserbriefe
Es gibt durchaus Regeln. Dass diese nicht eingehalten werden, liegt daran, dass die Lehrkräfte nicht in Mundart ausgebildet werden und dass Schweizer­deutsch auf keiner Schulstufe ein Lehrfach ist.
: Die Verschriftlichung der Mundart (III). Neue Zürcher Zeitung, , 234. jg., nr. 37, s. 20, Meinung & Debatte, leserbriefe
Ein Trost für uns Alemannen ist die Website Wikipedia. […] gibt es dort nämlich auch eine Alemannisch-Wikipedia. […] Während die Franzosen sich betreffend ihr Elsässisches kürzlich auf eine Recht­schreibung geeinigt haben, beschloss eine deutsch-schweizerische Wikipedia-Findungs­konferenz 2012 in Zürich, dass alle ihren alemannischen Dialekt individuell schreiben sollen.
: Die Verschriftlichung der Mundart (IV). Neue Zürcher Zeitung, , 234. jg., nr. 37, s. 20, Meinung & Debatte, leserbriefe
[…] die weit verbreitete irrige Annahme, die schweizerdeutschen Dialekte hätten keine Grammatik (sic!) und auch keine Rechtschreibung. Dabei erleichtert gerade Letztere, sei es in Form der «Berner Schreibweise» oder der reformierten «Dieth-Schreibung», das Lesen fremder oder auch längerer Texte.
: Die Verschriftlichung der Mundart (V). Neue Zürcher Zeitung, , 234. jg., nr. 37, s. 20, Meinung & Debatte, leserbriefe
Eine Verschriftlichung der Mundart ist wenig sinnvoll […].

11. 2. 2013

: Spelling is only the way we record a language. The Nation (Thailand; nationmultimedia.com), , s. 10, Opinion, Letters to the editor
Duncan Niven makes two major errors. First, he mistakes spelling for the language. […] Second, he suggests that rationalising and upgrading spelling is "dumbing down". No doubt in the same way that decimalising currency is dum(m)ing down […].
: Ing-glitch anguish idiotsyncracies. The Nation (Thailand; nationmultimedia.com), , s. 10, Opinion, Letters to the editor
Everyone would benefit if Asean adopted a progressive spelling system that is modernised and regularised, making interaction a bit simpler and a lot more logical. Using digital information technology, comprehensive reform should be EZier to facilitate than in the BC (Before Computers) error-era.

8. 2. 2013

: Punkt, Punkt, Komma? Zeichen setzen: Was Interpunktion leisten kann. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 33, s. 32, Feuilleton
Schon Christian Morgenstern sah im "Reich der Interpunktionen" den "goldnen Frieden" gefährdet und schilderte in seinem so betitelten Gedicht die pogrom­artigen Aktivitäten eines "Antisemikolon­bundes". Weit friedlicher ging es in den meisten Beiträgen einer Ring­vorlesung über "Die Poesie der Zeichen­setzung" am Institut für deutsche Literatur der Berliner Humboldt-Universität zu, die jetzt als Publikation der "Zeitschrift für Germanistik" erschienen sind. In Zeiten der Recht­schreib­reform einerseits, modularisierter und inter­nationalisierter Lehre in den Geistes­wissenschaften andererseits wird darin viel wertvolles Wissen gegen institutionalisiertes Vergessen verteidigt […]. Hier wird ein zu Unrecht vernachlässigter, historisch wie konzeptuell anspruchs­voller Gegenstand in vielen Facetten behandelt […].
: Preserve uniqueness of English. The Nation (Thailand; nationmultimedia.com), , Opinion
Why "dumb it down"?

7. 2. 2013

: Reform would lead to pidgin English. The Nation (Thailand; nationmultimedia.com), , Opinion
Mr Linstead asserts that "people are innately conservative about such matters" with regard to the laughable suggestion that English should be "regularised". Perhaps the words "realistic" or "pragmatic" would be more appropriate.

6. 2. 2013

: Spell out a workable phonetic system. The Nation (Thailand; nationmultimedia.com), , s. 10, Opinion, Letters to the editor
The points made by Mr Frederickson are well taken by the English Spelling Society (www.spellingsociety.org), whose aims include the promotion of spelling reform. […] It would be a significant step forward if a regularised English spelling system could form part of the “four in one” policy your correspondent advocates. Such a step would, I am sure, speed up the adoption of reform throughout the English-speaking world.

2. 2. 2013

: Standardised lingua franca needed. The Nation (Thailand; nationmultimedia.com), , Opinion
English has 91 spelling rules to be memorised. More than 70 per cent of these offer exceptions. In Bahasa Asean, however, a phoneme is written and expressed only one way. If English is to hold its own as a global language, it must become easier to achieve communicative competence, following simple rules so that words are spelled the same way they are spoken. The main point is that it's going to take a lot longer to learn to read (and spell) English basics (at least four years) than it takes savvy foreign learners to adequately decode Bahasa Asean (approximately one year). The simplicity and predictability of Bahasa spelling creates much less need for remedial effort and reduces failure. Everyone would benefit if Asean adopted a progressive spelling system that is modernised and regularised, making interaction simpler and more logical. […] A "four in one" policy is advocated, designating a streamlined Malaysian-Indonesian Bahasa as the lingua franca, with Mandarin Chinese, Thai and mid-Atlantic English as shared regional options.

1. 2. 2013

: Die Verschriftlichung der Mundart. Wie der spontane Umgang mit den neuen elektronischen Medien alte linguistische Theorien ins Wanken bringt. Neue Zürcher Zeitung, , 234. jg., nr. 26, s. 46, Feuilleton
«Das, was wir in der Mündlichkeit haben, wird in der jüngsten Zeit bei Kindern und Jugendlichen gespiegelt auch in der Schriftlichkeit», stellt Helen Christen, Professorin für germanis­tische Linguistik an der Universität Freiburg i. Ü., fest. «Das Private schreiben sie auf Mundart, das Öffentliche auf Hochdeutsch. Jüngere wachsen bereits in einer Art Zwei­schriftigkeit auf.» Das gab es bisher noch nie. […] Dabei scheinen die Vielfalt verschiedener Ausdrücke und das Fehlen von Schreib­regeln keine Mühe zu machen. Und die ersten Zeichen der Vereinheitlichungs­tendenzen in der Schreibweise sind schon da: «Innerhalb von Gruppen beginnen sich Konventionen oder Moden herauszubilden.» Einige von ihnen, so wie «sh» anstatt «sch» und «x» anstatt «gs», sind sogar gruppen­übergreifend sehr verbreitet (wie etwa: «Hesh xeh?»).

28. 1. 2013

: Warteschleife: Fahrkarten kaufen - ein Kinderspiel. Spiegel Online (), , Verbraucher & Service
Kritiker halten das Tarifsystem der Deutschen Bahn für schlimmer als Steuersystem und Rechtschreib­reform zusammen. Dabei ist Bahnfahrkarten kaufen kinderleicht. Man darf nur kein Kind sein.

25. 1. 2013

: Achtung, Sprachwandel: Weib, Dirne, Neger. Die Presse, , s. 23, Feuilleton
Doch Wandel braucht oft Zeit: Menschen beharren gern darauf, so sprechen zu dürfen, wie sie es in der Kindheit und Jugend getan haben – und Kinderbücher, die man damals geliebt hat, sieht man ebenfalls ungern verändert. Das hat mit Nostalgie zu tun. Ein anderer Bremsfaktor des Wandels zeigte sich etwa bei den Debatten um die Rechtschreib­reform: Man ist in seiner Sprache nicht nur heimisch, man beherrscht sie auch, man weiß um lateinische oder griechische Wurzeln, weiß um Ableitungen. Dieses Wissen soll nicht verloren gehen.

24. 1. 2013

neu : Schreiben die Kasachen bald lateinisch? Vierte Schriftreform innerhalb von 100 Jahren geplant. , , Politik
Die lautlichen Besonder­heiten romanischer und der vokalreichen türkischen Sprachen können sie [die kyrillischen Buchstaben] daher nur unzureichend wieder­geben. Die Turk­völker der Sowjetunion versuchten, das Problem mit Sonderzeichen zu lösen. Doch diese setzten, weil das kyrillische Alphabet Worte so darstellt, wie sie gesprochen werden, massive Laut­verschiebungen in Gang. Mit ver­heerenden Folgen vor allem für das Kasachische […]. Beamte, vom 2005 ver­abschiedeten Sprachen­gesetz dazu verdonnert, sich in den Medien nur noch in Kasachisch zu äußern, wischen sich vor und nach jedem Auftritt den Schweiß von der Stirn. Mit der Rück­kehr zum lateinischen Alphabet würden neue Laut­verschiebungen drohen, fürchten Gegner der Reform. […] Auch warnen sie vor Neo-Analphabe­tismus als Massen­phänomen und berufen sich dabei auf Usbekistan. Einfache Menschen halten trotz der 1998 erfolgten Umstellung auf das lateinische Alphabet zäh an dem gewohnten kyrillischen fest.

22. 1. 2013

: Die Rechtschreibreform hat keine Liebe genossen. , , Blog
Seit 6 Jahren sind die neuen Regeln in Kraft. 95 Jahre lang galt die bisherige Regel. Dann stritten sich einige Wissenschaftler ein paar Jahre. 2006 wurde sie verbindlich, nach einigem Hin und Her, denn wenn Sie privat deutsch schreiben, haben Sie es gut, führende Zeitungen weigerten sich zunächst, sie zu übernehmen.

«Stritten sich einige Wissenschaftler ein paar Jahre» ist ungenau; viele wissenschaftler stritten und streiten sich ein paar jahrhunderte. Und sie streiten nicht; sie forschen, kommen zu unterschiedlichen ergebnissen, diskutieren, machen empfehlungen.

19. 1. 2013

: Hände weg! Freies Wort, , s. 22, Kultur (136 wörter)
Mit Grausen erinnert man sich noch an die Rechtschreib­reform. […] Das Ende vom Lied: Eine verkorkste Schreibe. Nun soll blinde Veränderungswut offenbar wieder gut gemacht werden - durch blinden Bewahrungseifer. […] Hände weg vom Märchen! Bloß nix verändern am Text - auch wenn's politisch mal nicht ganz korrekt ist […].

12. 1. 2013

: Wider die Verwaltung der deutschen Sprache. , , Debatte, Kommentare
Über die formalen Aspekte des Deutschen wird seit der Rechtschreib­reform ausgiebig diskutiert. Auf orthografische Richtigkeit zu pochen, bringt aber nur eins zum Vorschein: den ewigen Autokraten. […] Ja, korrekte Orthografie ist wünschenswert, manchmal sogar wichtig. Es gibt sogar Fälle, da ist sie entscheidend. Aber insgesamt gesehen ist sie nicht annähernd so relevant, wie es die öffentliche Diskussion während der letzten zehn Jahre glauben machen will.

6. 1. 2013

: aargauerPlatz. Der Sonntag / MLZ, , s. 17, Aargau Regionen
[…] alt Nationalrat Lieni Füglistaller […] wünscht seinerseits allen das «nötige Quentchen Glück, das es braucht im Leben.» Fürwahr: Mit der nötigen Lebenserfahrung lassen sich Auswüchse der Rechtschreib­reform mit einem Quäntchen Nonchalance getrost ignorieren.