Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

willkommenstichwort → sicherheit
nachgeführt 2017-03-24

sicherheit

Walter Krämer, Sprach­nachrichten, 1. 2014

Wie beurteilen Sie denn heute, nach 16 Jahren, die Wirkung der Reform? Eisen­berg: Diese Wirkung besteht vor allem in einer nach wie vor erheblichen Ver­unsicherung.

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Thomas Steinfeld, Süd­deutsche Zeitung, 1. 8. 2015

Wenn es tatsächlich eine Wirkung der Rechtschreib­reform gibt, so ist es diese: Sie hat die Un­sicherheiten im Umgang mit der Schrift­sprache ins Un­endliche ver­größert. Es ist nicht zu erwarten, dass sich an diesem Zustand in ab­sehbarer Zeit etwas ändern wird. […] Da ver­wundert es nicht, dass manch ein Un­sicherer das Nach­schlagen bleiben lässt und erklärt, die normierte Recht­schreibung sei ein Werk des neun­zehnten Jahr­hunderts und Goethe sei auch ohne sie zurecht­gekommen.

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Heike Schmoll, Frank­furter All­gemeine Zei­tung, 9. 3. 2017

Der größte Schaden liegt aber in einer all­gemeinen Ver­unsicherung. Denn eigentlich sieht niemand mehr ein, wieso es sich eigentlich lohnt, ein­heitliche und dem Deutschen an­gemessene Schreib­weisen über­haupt an­zustreben.

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Bild, 10. 8. 2004

Edmund Stoiber (62/CSU), Minister­präsident Bayern: „Ich bin für klassische Recht­schreibung, weil mit der Reform er­hebliche Un­sicherheit über das richtige Schreiben ein­getreten ist.“

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Jürg Amann, Schweizer Monatshefte, 11. 2010

Wenn nur nicht das Chaos wäre, der Schlamassel, die Rechts­unsicherheit, die die Rechtschreib­gelehrten durch die Neue Recht­schreibung und die neue Neue Recht­schreibung in der alten zuerst angerichtet und in der neuen alten dann hinter­lassen haben.

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Hubert Spiegel, Schwei­zer Monats­hefte, 11. 2003

Die Schüler sind ver­unsichert. Das Neben­einander unter­schiedlicher Schreib­weisen verstört das Sprach­empfinden.

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Neue Zürcher Zeitung, 23. 11. 1992

Bewegung statt vor­schnelle Harmonie. […] Auf aktuelle Konflikte […] hin­weisend, votierte er [alt national­rat Ulrich Bremi, FDP] für eine Konflikt­lösungskultur. […] Es sei ein Klima zu schaffen, in dem man sich irren könne, in dem man Ideen und Vor­schläge pro­voziere und nicht zum vorn­herein Harmonie suche.

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Roland Baader, Schwei­zer Monats­hefte, 11. 2007

Sicherheit wird zum Feind der Freiheit, wenn nicht er­kannt wird, dass es Sicher­heit — menschen­mögliche Sicher­heit — nur in Freiheit geben kann. Un­sicherheit und Risiko sind der Preis der Frei­heit. Dieser Preis wird unbezahlbar hoch, wenn die Bürger zu viel Sicher­heit vom Staat erwarten, er wird minimal, wenn ganz der Freiheit vertraut wird. […] Wir sollten die Unruhe der Freiheit ertragen, wenn wir ver­meiden wollen, dass unsere Lebens­umstände immer wieder un­erträglich werden.

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Verweise

stichwort

verwirrung

Wahrig – Joachim C. Fest

Der aktuelle widerspruch

Max Flückiger, Hans Weidner – Neue Zürcher Zeitung

Der aktuelle widerspruch